Studie: Nahezu vier von fünf Europäer:innen sorgen sich um ihre Finanzen, Ruf nach verlässlichen Finanzpartnern wächst
  • KI-bedingte Betrugssorgen steigen von 25 auf 71 Prozent innerhalb eines Jahres
  • 75 Prozent der Unternehmen: Finanzdienstleister unverzichtbar für Europas Wirtschaft
  • Jede:r zweite Europäer:in plant, künftig Ausgaben zu kürzen

Wien, 09.07.2026 –Innerhalb eines einzigen Jahres hat sich der Anteil der Europäer:innen, die KI-gestützte Betrugsformen als Bedrohung wahrnehmen, von 25 auf 71 Prozent nahezu verdreifacht. Gleichzeitig bleibt die Wertschätzung für den Finanzsektor hoch, doch der Anspruch an Leistung und Schutz steigt. Das zeigt die aktuelle Studie „Banking on Banks 2026“ des Informationsdienstleisters CRIF, für die im März und April 2026 insgesamt 5.000 Konsument:innen sowie 500 Unternehmensentscheider:innen in Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien und Polen befragt wurden.

Wirtschaftliche Unsicherheit steigt, Konsument:innen und Unternehmen reagieren

78 Prozent der befragten Europäer:innen berichten von finanziellen Sorgen für die nächsten zwölf Monate – ein Anstieg gegenüber 74 Prozent im Vorjahr. Gestiegene Lebenshaltungskosten, schwankende Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten wirken sich spürbar auf den Alltag aus. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) erwartet, am Monatsende weniger Geld zur Verfügung zu haben. Jede zweite befragte Person (50 Prozent) plant, die Ausgaben zu kürzen.

Auf Unternehmensseite ist das Bild ähnlich: 81 Prozent berichten von wesentlichen finanziellen Herausforderungen. 40 Prozent rechnen mit steigenden Betriebskosten, 36 Prozent haben Wachstumspläne angepasst. Gleichzeitig zeigt sich Handlungsfähigkeit: 74 Prozent der europäischen Unternehmen setzen KI aktiv zur Effizienzsteigerung ein – bei Großunternehmen liegt dieser Anteil bei 89 Prozent. „Die aktuellen Zahlen spiegeln ein europäisches Umfeld wider, in dem viele Akteure mit Unsicherheit umgehen müssen. Umso wichtiger ist es, dass Finanzdienstleister verlässliche Partner sind – mit klaren Informationen, passgenauen Produkten und einem Blick für die individuelle Situation ihrer Kund:innen“, kommentiert Anca Eisner-Schwarz, Geschäftsführerin von CRIF Österreich.

Finanzdienstleister: Systemrelevant und gefragt

Die gesellschaftliche Bedeutung des Finanzsektors ist klar: 61 Prozent der Konsument:innen sehen Finanzinstitutionen als wichtigen Treiber für das Wirtschaftswachstum in ihrem Land, 75 Prozent der Unternehmen bestätigen, dass Finanzdienstleister die europäische Wirtschaft aktiv stützen. Besonders digitale Banken und Fintechs punkten: 38 Prozent der Konsument:innen nehmen hier eine Serviceverbesserung der letzten drei Jahre wahr.

Gleichzeitig wächst der Anspruch: 57 Prozent der Konsument:innen erwarten von Finanzanbietern, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten leistbare Produkte anzubieten. Datenbasierte Entscheidungsmodelle und frühzeitige Risikoerkennung können hier eine Schlüsselrolle spielen – sowohl bei der Kreditvergabe als auch bei der Begleitung finanziell belasteter Haushalte und Unternehmen.

„Der Finanzsektor ist gefragt wie selten zuvor. Wer heute in datenbasierte Lösungen und proaktive Kundenbegleitung investiert, schafft nicht nur Vertrauen – sondern auch einen messbaren Wettbewerbsvorteil“, so Eisner-Schwarz.

KI als Treiber von Betrug – und von Betrugsprävention

Betrug gehört zu den relevantesten Themen des Jahres: 64 Prozent der Konsument:innen sehen Betrug als wachsende persönliche Bedrohung, 49 Prozent der Unternehmen berichten von einer Zunahme der Betrugsversuche. Besonders ausgeprägt ist die Sorge vor KI-gestützten Betrugsformen: 71 Prozent der Konsument:innen und 64 Prozent der Unternehmen befürchten, dass KI für ausgeklügeltere Angriffe genutzt wird – gegenüber lediglich 25 Prozent im Vorjahr.

Gleichzeitig eröffnet KI neue Möglichkeiten für die Abwehr: 37 Prozent der Unternehmen, die KI nutzen oder planen, setzen sie gezielt für die Betrugsprävention ein. 76 Prozent der Unternehmensentscheider:innen sehen Resilienz gegenüber Betrug und Cyberkriminalität als essenziell für den Geschäftserfolg. „KI ist in der Betrugsprävention längst operative Realität. Entscheidend ist, dass Technologie und menschliches Urteilsvermögen Hand in Hand gehen – nur so entstehen Lösungen, die sowohl zuverlässig als auch nachvollziehbar sind“, betont Anca Eisner-Schwarz.

Über die Studie

Die Studie „Banking on Banks 2026 – Financial services in an age of uncertainty“ wurde von Opinium Research im Auftrag von CRIF durchgeführt. Befragt wurden 5.000 Konsument:innen sowie 500 Unternehmensentscheider:innen in Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien und Polen (Erhebungszeitraum: 20. März bis 9. April 2026).

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Über CRIF

CRIF ist ein globaler Informationsdienstleister mit mehr als 70 Niederlassungen in über 35 Ländern auf vier Kontinenten. Im Fokus der Unternehmensgruppe steht der Schutz und die Stärkung der lokalen Wirtschaft. CRIF setzt auf datenbasierte Lösungen für Identitäts- und Risikomanagement, Betrugsvermeidung und Nachhaltigkeit. Handel, Banken, Versicherungen, Zahlungsanbieter und damit auch Konsument:innen werden durch die Lösungen von CRIF geschützt und gestärkt. CRIF vereint das Beste aus zwei Welten: innovative Technologie mit vertrauenswürdigen Informationen sowie Analytics und Consulting. CRIF, lizenzierter Tool-Partner der GRI (Global Reporting Initiative), gestaltet die Zukunft von Unternehmen durch innovative Lösungen, die weit über eine umfassende wirtschaftliche Stärkung hinausgehen. Als Teil der CRIF-Gruppe ist CRIF Ratings eine von der ESMA zugelassene Ratingagentur. www.crif.at

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