- Studie zeigt: Online-Shopping gehört mittlerweile für alle Altersgruppen zum Alltag
- Großteil nutzt Handy für digitale Einkäufe – auch im Geschäft wird gerne damit bezahlt
- Einfachheit, Vertrauen und Sicherheit entscheiden beim Bezahlen
Wien, 08.05.2026. Der digitale Handel in Österreich hat eine neue Reifestufe erreicht. Neun von zehn Österreicher:innen kaufen online ein, und für 65 % ist das Smartphone mittlerweile das wichtigste Gerät beim Online-Shopping. Digitale Zahlungen sind damit über alle Generationen hinweg fest im Alltag verankert – sowohl online als auch im stationären Handel.
Das zeigt der aktuelle Payment Report 2025 des europaweit tätigen Zahlungsdienstleisters Nexi, der in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Österreich erstellt wurde. Grundlage ist eine umfassende, repräsentative Studie zum Konsum- und Zahlungsverhalten in Europa. Insgesamt wurden 27.930 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren mit Internetzugang in elf europäischen Ländern befragt, darunter mehr als 2.500 in Österreich. Die Erhebung erfolgte über das gesamte Jahr hinweg auf wöchentlicher Basis und bildet reale Einkaufs- und Zahlungserfahrungen ab.
Technologie allein reicht nicht – Umsetzung macht den Unterschied
„Der österreichische Payment-Markt hat eine hohe digitale Reife erreicht. Neue Technologien allein machen heute keinen Unterschied mehr – entscheidend ist, wie einfach, schnell und zuverlässig sie im Alltag funktionieren“, erklärt Damir Leko, Country General Manager von Nexi in Österreich. „Konsument:innen erwarten konsistente nahtlose Prozesse über alle Kanäle hinweg. Wer Reibung im Zahlungsprozess reduziert, stärkt nicht nur den Abschluss, sondern auch die langfristige Kundenbindung.“
„Mit einer Durchdringung von 90 % über alle Altersgruppen hinweg ist der digitale Einkauf in Österreich mittlerweile fest verankert“, bestätigt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. Besonders stark verbreitet ist er bei den 18- bis 59-Jährigen, doch auch in der Generation 60+ kauft eine deutliche Mehrheit online ein. Bei der Wahl der Online-Zahlungsmethoden stehen Einfachheit (59,5 %), Geschwindigkeit (58 %) und Sicherheit (53 %) klar im Vordergrund. Der österreichische Markt gilt damit als digital hoch entwickelt, aber selektiv. Konsument:innen setzen auf etablierte und vertraute Zahlungsmethoden wie Debit- und Kreditkarten, während alternative Methoden wie Kauf auf Rechnung eine ergänzende Rolle einnehmen. Damir Leko weiter: „Wir sehen, dass Konsument:innen heute sehr bewusst entscheiden, wie sie bezahlen. Sie erwarten einfache Abläufe, klare Informationen und ein verlässliches System. Für Händler:innen bedeutet das, Payment nicht isoliert zu betrachten, sondern als Bestandteil der gesamten Customer Journey.“
Digitale Ausgaben verlagern sich in Richtung Alltag, Services und Mobilität
Der Payment Report 2025 zeigt deutlich, welche Kategorien den digitalen Handel in Österreich prägen. Bei den physischen Produkten liegt Bekleidung mit 45 % klar an der Spitze, auch Schuhe schneiden mit 27,5 % sowie Beauty-Produkte mit 23 % gut an. Lebensmittel gewinnen weiter an Bedeutung und erreichen inzwischen 22 %. Das unterstreicht, dass sich Online-Shopping zunehmend vom klassischen Modekauf hin zu alltäglichen Bedarfskategorien entwickelt.
Gleichzeitig wächst der Anteil digitaler Dienstleistungen. Besonders dynamisch zeigt sich der Bereich Versicherungen, der mit 21 % einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. Zugelegt haben auch Streaming-Dienste mit 31,5 %. Digitale Zahlungen werden damit immer stärker Teil eines integrierten Finanz- und Lebensmanagements.
Hotellerie, Gastronomie und Gesundheit zwischen digitaler Nutzung und stationärer Stärke
Gerade in der Hotellerie zeigt sich die klare digitale Verankerung bei geplanten Ausgaben. 22,5 % der Österreicher:innen buchen Hotels online, auch der Online-Kauf von Zugtickets erreicht 22 %. Digitale Buchungsprozesse sind damit insbesondere bei Reisen fest etabliert.
In der Gastronomie bleibt der Konsum hingegen überwiegend stationär geprägt. Fast Food oder Take-away (25 %) sowie Bars oder Cafés (35 %) zählen zu den häufigsten Ausgabebereichen im Geschäft. Die Branche ist damit weiterhin stark lokal verankert, auch wenn digitale Zahlungsmethoden im stationären Handel insgesamt an Bedeutung gewinnen.
Auch im Gesundheitsbereich zeigt sich diese parallele Entwicklung. 27,5 % kaufen Apothekenartikel online, gleichzeitig zählen Apotheken mit 50 % zu den wichtigsten stationären Ausgabebereichen. Der Online-Kauf gewinnt damit auch im Health-Segment an Bedeutung, während der physische Standort weiterhin eine zentrale Rolle spielt.
Digitaler Fortschritt zeigt sich im Alltag – beim Bezahlen wie bei der Verantwortung
Während 65 % der Österreicher:innen online ausschließlich auf dem Smartphone shoppen, gewinnt das Smartphone auch im stationären Handel weiter an Bedeutung: 38 % bezahlen bereits im Geschäft mit dem Smartphone. Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung bei den 18- bis 29-Jährigen, von denen 73 % mobile Zahlungen nutzen. „Der Onlinehandel bleibt auf der wirtschaftlichen Überholspur und das Smartphone der Überflieger. Zwei Drittel der Österreicher:innen nutzen es als Hauptgerät im E-Commerce. Auch im stationären Handel wächst der Mobile-First-Trend rasant, vier von zehn Kund:innen bezahlen regelmäßig mit dem Handy. Und besonders wer junge Kund:innen erreichen will, muss mobil denken“, so Handelssprecher Rainer Will.
Bargeld bleibt dennoch stabil und macht weiterhin rund 40 % der Zahlungen aus. Österreich zeigt damit eine Koexistenz verschiedener Zahlungsformen – digital fortgeschritten, aber ohne radikale Verdrängung traditioneller Methoden.
Parallel dazu wächst auch das Bewusstsein für nachhaltige Prozesse im digitalen Handel. 41 % der Konsument:innen geben an, dass Umweltaspekte beim Online-Shopping für sie wichtig sind, bei den 30- bis 39-Jährigen liegt dieser Wert bei 46 %. Gleichzeitig zeigt sich eine pragmatische Haltung: 38 % stehen dem Thema neutral gegenüber, 20 % bewerten es als weniger relevant. Gefragt sind vor allem konkrete und nachvollziehbare Maßnahmen entlang der Lieferkette. 57 % erwarten eine möglichst abfallarme Verpackung, 26 % befürworten längere Lieferzeiten zugunsten effizienterer Logistik, 30,5 % legen Wert auf nachhaltige Rückgabeprozesse.
Damir Leko abschließend: „Österreich befindet sich auf einem sehr guten Weg. Die hohe digitale Durchdringung zeigt, dass Konsument:innen neue Lösungen gut annehmen, wenn sie im Alltag sicher und reibungslos funktionieren. Der nächste Schritt liegt in der konsequenten Weiterentwicklung – in integrierten, effizienten und vertrauenswürdigen Prozessen über alle Kanäle hinweg. Genau hier entscheidet sich nachhaltiger Erfolg im Handel.“
Der Payment Report 2025 steht hier zum Download bereit.
Bild: Damir Leko, Country General Manager von Nexi in Österreich © Nexi Austria
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Pressekontakt
c/o KRAFTKINZ Powergroup GmbH
Birgit Koch
+43 664 1115868
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Über Nexi in Österreich
Die Nexi Group ist ein führender Zahlungsdienstleister und PayTech-Anbieter in Europa und unterstützt Händler und Banken mit modernen, intuitiven Bezahllösungen. In Österreich baut Nexi auf die langjährige Erfahrung von Concardis Austria und entwickelt Zahlungslösungen, die genau zu den Konsumgewohnheiten der Menschen passen. Händler profitieren von smarten, sicheren und effizient digitalisierten Zahlungsprozessen – im Geschäft, im E-Commerce und im Omnichannel. Die börsennotierte Nexi Group ist in mehr als 25 Ländern aktiv und beschäftigt europaweit über 10.000 Mitarbeiter:innen. www.nexi.at
Über den Handelsverband
Der Handelsverband – Sprecher und Partner des Handels – ist seit 1921 als freie Interessenvertretung und Innovationsplattform aktiv, um seine mehr als 4.500 Mitglieder im Umfeld der sich verändernden Marktherausforderungen bestmöglich zu begleiten. Neben den Mitgliedern, die in Österreich mit ca. 300.000 Mitarbeitern an 25.000 Standorten einen Jahresumsatz von mehr als 65 Mrd. Euro erzielen und gemeinsam ca. 80 % des Marktes abdecken, sind dem Handelsverband zahlreiche Unternehmen diverser Spezialisierungen als Partner assoziiert. Das Portfolio des Verbandes umfasst sieben innovative Branchenkongresse, diverse Networking-Events, das retail-Magazin, die Multimedia-Plattform retail.at, das Trustmark Austria Gütesiegel, die Publikation von Studien sowie die Handelsverband Akademie. Mit KMU RETAIL betreibt der Handelsverband die größte Händler-Community in Österreich. www.handelsverband.at